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Glossar zum Thema Einkaufen und Internet


A

Applikation
- (engl.: Anwendung) Eine Applikation bezeichnet eine für den Endbenutzer fertiggestellte Anwendung.

Application-Service-Provider (ASP) - zu deutsch etwa Anwendungs-Anbieter oder auch Mietsoftware. ASPs sind Firmen, die Software bei Bedarf über das Internet zur Verfügung stellen. Dabei wird die Software nicht gekauft, sondern "angemietet".


B

B2B
- ist die Beschreibung der elektronischen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen oder Händlern untereinander.

B2C - beschreibt die elektronischen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Endverbrauchern.

BMEcat - Der BMEcat standardisiert den Austausch von Produktkatalogen zwischen Lieferanten und beschaffenden Organisationen. Die zugrunde liegende Dokumentation ist in XML kodiert.

Buy-Side - (engl.: kaufende Seite) Die einkaufende Organisation wird im eProcurement-Prozess als Buy-Side bezeichnet.


D

Desktop Purchasing System (DPS)
- Desktop Purchasing beschreibt eine Software-Lösung, die es dem Mitarbeiter in einem Unternehmen an seinem Schreibtisch ermöglicht, einen Katalog mit den Daten vieler Lieferanten einzusehen und die entsprechenden Produkte zu beschaffen. Dabei werden über DP-Systeme regelmäßig nur für Produkte mit geringer strategischer Bedeutung aus den Bereichen Wartung/Instandhaltung, Reparatur und operativer Tätigkeit (englisch: MRO-Güter von maintenance, repair & operating).

E

EAN
- Die EAN (Europäische Artikelnummer) ist eine ursprünglich europaweit, heute weltweite eindeutige Produktkennzeichnung für Handelsartikel.

eBusiness - bezeichnet Geschäfte bzw. Geschäftsprozesse, die vollständig oder teilweise elektronisch abgewickelt werden. Beim eBusiness bedient man sich hierfür der Internettechnologie.

eCl@ss
- Der Standard eCl@ss wird vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln kostenlos zur Verfügung gestellt. Er bildet Materialklassifikationen und Warengruppen in bis zu fünf Ebenen ab.

eCommerce - bezeichnet den elektronischen Handel (im Internet) und ist damit ein Teilaspekt von eBusiness.

EDI - Der unter der Abkürzung EDI bekannt gewordene Electronic Data Interchange steht für die informations- und kommunikationstechnische Vernetzung von Handelspartnern. Gegenstände von EDI sind formalisierte bzw. strukturierte Daten über einen Geschäftsvorgang, welche über zwei Computer ausgetauscht werden. Zwar kann EDI auch unternehmensintern verwendet werden, häufig bezieht sich der Datenaustausch aber auf die Kommunikation mit externen Partnern. Mittlerweile hat das Internet die Bedeutung von EDI deutlich relativiert.

EDIFACT - steht für Electronic Data Interchange für Administration, Commerce and Transport und ist ein internationaler, branchenübergreifender Standard für den Austausch kommerzieller Daten in einheitlichen Formaten auf elektronischem Weg. Damit stellt EDIFACT eine mögliche Umsetzung von EDI dar.

eMarket - Der eMarket ist ein virtueller Marktplatz im Internet, auf dem mehrere Anbieter ihre Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Beim eMarket unterscheidet man horizontale und vertikale Marktplätze: Horizontale Marktplätze bieten branchenübergreifend Güter sowie Dienstleistungen an. Vertikale Marktplätze bieten Güter und Dienstleistungen einer Branche an.

eProcurement - bezeichnet die Nutzung von Informations- und Kommunikations- technologien zur elektronischen Unterstützung und Integration von Beschaffungsprozessen.

ERP - Das ERP deckt die Planung und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens ab. ERP-Systeme bestehen aus mehreren Applikationen, die dem Einkauf, der Materialwirtschaft, der Produktionsplanung und Produktionssteuerung, der Lagerverwaltung, der Personalverwaltung, der Qualitätssicherung und dem Finanzmanagemet dienen.

ETIM - Der Verein ETIM Deutschland e.V. wurde von der Elektro-Branche gegründet und hat ein Klassifikationssystem für die über den Elektro-Großhandel vertriebenen Produkte geschaffen. Die Klassifizierung ETIM findet sich in vielen E-Procurement-Systemen wieder. Maverick Buying - Der Besteller kauft unter Umgehung von Beschaffungsrichtlinien und -systemen bei anderen als den zugelassenen Lieferanten.


M

Maverick Buying
- Der Besteller kauft unter Umgehung von Beschaffungsrichtlinien und -systemen bei anderen als den zugelassenen Lieferanten.

MRO - ist die Bezeichnung für Güter aus den Bereichen Instandhaltung (Maintenance), Reparatur (Repair) und operatives Geschäft (Operations). Diese Güter gehen nicht direkt in das Endprodukt ein bzw. werden bei Handelsunternehmen direkt weiterverkauft. Daher werden MRO-Güter häufig auch als indirekte Güter bezeichnet. MRO Güter sind nur von untergeordneter strategischer Bedeutung, ihre Beschaffung kann in der Regel in hohem Maße automatisiert werden.

Multilieferanten-Katalog - ist ein Katalog, in dem die Produktkataloge mehrerer Lieferanten zusammen- gefasst sind. Dies ermöglicht der Einkaufsseite ein komfortables Katalog-Management und eine lieferantenübergreifende Suche.


P

Portal
- Ein Portal ist eine Website, die von möglichst vielen Internet-Nutzern als Einstiegsseite ins Internet genutzt wird. Meistens haben sich die Portale einem Hauptinformationsbereich verschrieben. Darüber hinaus bieten Portale eine Reihe von (oft kostenlosen) Service-Funktionen an: Suchmaschinen, e-Mail-Account, Diskussionsboard, Newsletter usw.


R

Reverse Auction
- ist eine Auktion, in der die Rollen von Anbieter und Bieter vertauscht wurden. Ein Unternehmen signalisiert in einer Reverse Auction einen Bedarf an einem Gut und die Anbieter geben Preisangebote für die dieses Gut ab. Für eine Reverse Auction eignen sich insbesondere MRO-Güter.

RFQ - Abkürzung für -Request for Quotation- (Begriff als eRFQ aus dem eBusiness bzw. eProcurement bekannt). Ein Request for Quotation ist eine Aufforderung zur Angebotsabgabe für eine vordefinierte Lösung. Die Anforderungen sind in diesem Fall sehr viel mehr strukturiert und detailliert vorgegeben, als dies in einem RFP (Request for Proposal) normalerweise der Fall ist. Teilweise werden auch bereits feste Liefertermine vorgegeben, die im allgemeinen nicht mehr verhandelbar sind.

ROI - Abkürzung für -Return on Investment-. Bezeichnung für die Gesamtkapital- rentabilität, die sich aus dem Kapitalgewinn, dividiert durch Einsatz von Fremd- und Eigenkapital ergibt.


S

Sell-Side
- (engl.: verkaufende Seite) Die verkaufende Organisation wird im E-Procurement-Prozess als Sell-Side bezeichnet.

Supply Chain Management - Unter Supply Chain Management (SCM) versteht man die Planung, Steuerung und Kontrolle des Material- und Dienstleistungsflusses inklusive der damit verbundenen Informations- und Geldflüsse innerhalb eines Netzwerkes von Unternehmen. Die Unternehmen arbeiten dabei im Rahmen von aufeinanderfolgenden Stufen der Wertschöpfungskette an der Entwicklung, Erstellung und Verwertung von Sachgütern und/oder Dienstleistungen partnerschaftlich zusammen, um Effektivitäts- und Effizienzvorteile zu erreichen.

SRM - Supplier Relationship Management (SRM) bezeichnet das ganzheitliche Management der Lieferantenbeziehungen und Beschaffungsprozesse mit Hilfe neuer Technologien. Dabei reicht die Spanne von der gemeinsamen Produktentwicklung über den strategischen Einkauf bis hin zur operativen Bestellabwicklung. Mit professionellem Supplier Relationship Management können Unternehmen ihr Lieferantennetz und ihre Beschaffungsausgaben gezielt optimieren und nachhaltige Einsparungen erzielen.


U

UNSPSC - UNSPSC (Universal Standard Products and Services Classification) Produkt- klassifizierungsstandard der Vereinten Nationen.


W

WebEDI
- ist eine Verbindung aus klassischem EDI auf Betreiberseite und elektronischen Formularen auf der Anwenderseite. Der Anwender ruft Formulare (z.B. Lieferabrufe) mit einem Internet- Browser auf, die vom Betreiber auf einem Server bereitgestellt werden.

Workflow - Der Workflow bezeichnet die Ablauforganisation von Vorgängen und Geschäftsprozessen. Workflow-Systeme bilden den Arbeitsfluss eines oder mehrerer Geschäftsprozesse in einem IT-System ab.


X

xCBL
- steht für 'XML Common Business Library' und ist ein Datenaustauschformat von CommerceOne und SAP.

XML - Kurzform für Ex|ten|si|ble Mark|up Lan|guage englisch für Erweiterbare Auszeichnungssprache